12.05.2021

Niger: Schule für Mädchen und landwirtschaftliche Bildung

Schulung Jugendlicher zur Seifenherstellung im Juli 2020. Foto: EIRENE

Schulung Jugendlicher zur Seifenherstellung im Juli 2020. Foto: EIRENE

MÄRKISCHES LANDBROT unterstützt die Existenzsicherung von Familien in Westafrika - in Niger und Burkina Faso. Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die durch den Klimawandel zugespitzten Extrem-Bedingungen machen Landwirtschaft nahezu unmöglich. Bildungschancen, vor allem für Mädchen, sind im ländlichen Raum kaum gegeben. Mit einer Schulung in nachhaltiger Landnutzung und dem Besuch einer Koranschule (Daara) wird dieser Kreislauf der Armut durchbrochen. Die Koranschule erhöht die Bildungschancen der nigerischen Landbevölkerung. Hier werden insbesondere Mädchen alphabetisiert, denen für gewöhnlich der Zugag zum Bildungssystem verwehrt wird. Gesundheitstage bringen Hygieneaspekte zum Umgang mit COVID19 näher. Die jungen Erwachsenen lernen zudem, selbst Flüssigseife herzustellen. Koranschullehrer profitieren überdies von Schulungen zur Pädagogik.
Mit der landwirtschaftlichen Grundausbildung können Familien in Niger und Burkina Faso ihre Ernten langfristig steigern und sichern. Sie lernen Baumsetzlinge richtig zu pflanzen, zu pflegen sowie ein biologisches Pflanzenschutzmittel anzusetzen und anzuwenden. Auch erfahren sie, wie Kompostierung funktioniert. Sie lernen Salzlecksteine für ihre Ziegen und Schafe herzustellen und erhalten wichtige Informationen zum Thema Tiergesundheit. Ein Training zeigt ihnen, wie sie landwirtschaftliche Produktionsmittel gemeinschaftlich verwalten und nutzen können.

MÄRKISCHES LANDBROT unterstützt bereits seit 2006 Projekte in Niger, die vom Internationalen Christlichen Friedensdienst EIRENE organisiert werden. Die aktuellen Projekte sind über eine Laufzeit von drei Jahren vereinbart worden und übernimmt damit die Kosten für Schulungen von 52 Familien.