Antonia Gruhn
Antonia Gruhn

April 2014 – Homöopathie für den Boden

Interview mit Antonia Gruhn, externe Beraterin, Schulungen

Seit gut zwei Jahren ist Antonia Gruhn bei MÄRKISCHES LANDBROT tätig, anfangs für die Qualitätssicherung und nun für die Schulungen zuständig. Während der Schulungen gehört es auch zu den Aufgaben der Oecotrophologin, die herausragende Qualität von Demeter an Mitarbeiter und Wiederverkäufer zu vermitteln.

Was ist für Sie das Besondere an Demeter?


Gruhn:
Demeter ist Homöopathie für den Boden. Über die Präparate, welche die Demeter-Betriebe ausbringen, wird dem Boden zurückgegeben, was ihm durch die Ernte entzogen wird. Biologisch-dynamisch bewirtschaftete Böden haben die höchste Bodenvitalität. Es gibt Untersuchungen, dass mit Kieselpräparaten behandelter Babyspinat deutlich weniger Nitrat enthält.

Was macht den Unterschied von Demeter in der Verarbeitung aus?


Gruhn: Demeter hat die konsequentesten Richtlinien von allen Öko-Verbänden. Für die Verarbeitung gibt es eine dreiseitige Positivliste, wo alles draufsteht, was in ein Demeter-Produkt hinein darf. Grips und handwerkliches Können sind gefragt, um diese Verarbeitung umzusetzen. Wie bei den Kochstücken, mit denen unser Brot saftiger wird und länger frisch bleibt. Wir haben eine traditionelle Methode in die Arbeitsabläufe einer modernen Bäckerei eingebunden.

Was wollen Sie den MitarbeiterInnen von MÄRKISCHES LANDBROT und den VerkäuferInnen in den Bio-Läden in den Schulungen vermitteln?

Gruhn: Demeter wird von vielen Menschen mit »verschroben« und »komisch« in Verbindung gebracht, mit Bauern, die nach Mondphasen säen. Wenn man sich die Demeter-Landwirte hier in Brandenburg ansieht: die sind alles andere als verschroben. Demeter ist die »Vielfalt einer starken Gemeinschaft«. Ich will die Demeter-Kompetenz der MitarbeiterInnen und VerkäuferInnen stärken, damit sie das Besondere von Demeter selbstbewusster kommunizieren.

Wie gestaltet sich Ihre Arbeit zur Verbesserung der Brotqualität?

Danke für das Gespräch.