Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Geschäftsführer Joachim Weckmann beim Unterzeichnen des Vertrages für die Zusammenarbeit mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde.
Geschäftsführer Joachim Weckmann beim Unterzeichnen des Vertrages für die Zusammenarbeit mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde.

Wir stellen uns den ökologischen Herausforderungen der heutigen Zeit und nehmen sie mit großem Verantwortungsbewusstsein in unsere Hände. Die Nachhaltigkeit und der Ressourcenschutz sind dabei die bestimmenden Prioritäten.

Wir verfolgen und intensivieren stetig die Zusammenarbeit sowohl mit wissenschaftlichen Einrichtungen als auch mit Vereinen und Landwirten. Gemeinsames Ziel ist die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus, die Förderung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise, die Verbesserung der Produktqualität sowie der Erhalt der biologischen Vielfalt und der anderen Umweltressourcen.

Unsere derzeitigen wissenschaftlichen Projekte sind:

In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen

  • Mitwirkung bei der »Untersuchung stofflicher Ursachen von Qualitätsmängeln bei klassischen Roggenbroten und Ableitung von Lösungsstrategien« der Industriellen Gemeinschaftsforschung IGF.
  • Mitwirkung an dem Buch »Nachhaltiges Wirtschaften für KMU, Ansätze zur Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten« (Herausgeber Anja Grothe / Fachhochschule für Wirtschaft Berlin).
  • Untersuchung der Nachhaltigkeitsleistung von MÄRKISCHES LANDBROT und der Wertigkeit bisher bestehender Bewertungsinstrumente von Nachhaltigkeitsleistungen (ISO 26000 Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen, EMAS Eco-Management and Audit Sheme, GRI Global Reporting Initiative, DNK Deutscher Nachhaltigkeitskodex) innerhalb der Gemeinwohlökonomie (GWÖ)-Bilanz von Katrin Wlucka und Prof. Dr. Pape, Fachbereich Öko-Agrarmanagement der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde.
  • Erstellen einer Bilanz zur Gemeinwohlökonomie in Zusammenarbeit mit Katrin Wlucka und Martin Stabenow.


In Zusammenarbeit mit Vereinen und Landwirten

Wir unterstützen den Wiederanbau von alten Getreidesorten, die an die sandigen Böden der Mark Brandenburg sehr gut angepasst sind, und tragen damit zum Erhalt der Agro-Biodiversität bei.

  • Wir bauen in Zusammenarbeit mit den Bauern und dem Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg (VERN e.V.) die alten Getreidesorten Dinkel (wird bei allen Bauern von MÄRKISCHES LANDBROT angebaut, verschiedene Dinkelsorten werden vom Bauerngut Templin getestet) und Champagnerroggen (Gut Peetzig) an. 2007 wurde auch Goldblumenweizen geerntet. Auf Gut Wilmersdorf unterstützen wir die Saatgutvermehrung von Rotem Schlanstedter Weizen.
  • Der Bergroggen, eine langstrohige alte Wildroggensorte, die sich in die sandigen Böden Brandenburgs fügt als sei sie dafür geschaffen, wird für uns vom Ökodorf Brodowin und Gut Pretschen angebaut und im Brodowiner verarbeitet.

Wir unterstützen zudem die biologisch-dynamische Saatgutzüchtung. Bisher muss der Ökolandbau meistens auf Getreidesorten zurückgreifen, die für den konventionellen Anbau gezüchtet und an die Bedürfnisse des ökologischen Landbaus nicht angepasst sind. Das Unternehmen will die Entwicklung von Sorten unterstützen, die auch ohne Kunstdünger und Pestizide stabile Ernten garantieren und Alternativen zur üblichen Hybridzucht fördern.

  • Lichtkornroggen, eine biologisch-dynamische Neuzüchtung (Züchtungen Karl-Josef Müller) aus alten, längst verschwundenen Sorten, wird in Brodowin angebaut. Die ebenfalls von Karl-Josef Müller entwickelte Roggensorte Sirius wird bei der Hofgemeinschaft Apfeltraum/Feldbau angebaut. Weitere Roggensorten werden von Karl-Josef Müller in Darzau gezüchtet und nachgebaut.
  • Wir machen Versuche mit biologisch-dynamischen Neuzüchtungen aus alten Getreidesorten (Verein für Kulturpflanzenentwicklung, Getreidezüchtung Peter Kunz, Schweiz). Derzeit finden Streifenversuche auf dem Gut Templin mit 25 – 30 Sorten, darunter die Sorten Azita, Pollux und Sandomir, drei Winterweizensorten statt.
  • Unser Ziel ist es, möglichst viele Zutaten aus der Region zu beziehen. Daher arbeiten wir gemeinsam mit den Demeter-Landwirten daran, ungewöhnliche Kulturen in Brandenburg zu etablieren. Seit 2009 baut das Bauerngut Templin Schälsonnenblumen für uns an. 2010 haben wir Anbauversuche mit Öllein für Leinsamen auf Gut Peetzig und bei Feldbau Apfeltraum gestartet. Auch Hirse und zukünftig Amaranth werden in unserem Auftrag auf Betrieben erprobt.
Sonnenblumenanbau Gut Ogrosen 2010
Sonnenblumenanbau Gut Ogrosen 2010