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DYNAMISCH - ORGANISCH - GANZHEITLICH
MÄRKISCHES LANDBROT kam schon vor einem halben Jahrhundert aus den
Steinöfen der Bäckerei in Berlin-Neukölln. Seit 1981 wird in Neukölln
ökologisch gebacken.
Bergroggen-, Dinkel-, Kürbiskern-, Dreikorn-, Sesam- oder
Sonnenblumenkernbrot - mehr als 30 Sorten verlassen täglich die
Backstube der heutigen Demeter-Bäckerei MÄRKISCHES LANDBROT.
Dem traditionellen Namen wird die Herstellung gerade heute gerecht, denn das Getreide für unser Brot kommt aus der Mark in die Metropole. Auf kurzen Wegen vom Land in die Stadt. Das tägliche Brot, das wir backen, ist so gut wie das Korn aus dem sein Mehl gemacht wird und so gesund wie der Boden, in dem die Saat aufgeht. Biologisch-dynamischer Landbau steht im Einklang mit den Bewegungsgesetzen der Natur und gibt dem Boden, was er braucht. Deswegen beziehen wir das Getreide für unser Brot von Demeter-Bauern in Brandenburg.
Weil uns der Geschmack wichtig ist, beteiligen wir uns an der Rekultivierung alter Getreidesorten, auch wenn sie weniger Ertrag bringen. So gehen wir zurück zu den Wurzeln und mit gutem Geschmack voran.
Miteinander weiterkommen
Um das Aroma und die Vitalität des Korns zu erhalten, muss es schonend behandelt werden. Bei uns wird es in langsam drehenden Osttiroler Steinmühlen täglich frisch gemahlen. Auch der dreistufige Sauerteig mit seinem langen und wohltemperierten Gärungsprozess erfordert Geduld. So lässt das langsame Werden uns auch schon mal Luft, auf allerhand gute Ideen zu kommen.
Auf die Sache mit dem Hebekipper zum Beispiel, der den Teigtransport übernimmt und menschliche Energie freisetzt. Die Backstubenwärme, die gleichzeitig den Lagerraum heizt. Die Thermo-Ölöfen, die Energie einsparen oder die Mehlstaub-Absaugung, die für ein 'gutes' Betriebsklima sorgt.
Solidarisch und effizient
Auf unserem Gelände in der Bergiusstraße sollen Energien gebündelt werden. Mit der Bio-Konditorei Tillmann und dem Bio-Gebindemarkt BiG (Handel) sind wir eine Kooperation für die Umwelt eingegangen. Mehrere Wärmerückgewinnungsanlagen in unterschiedlichen Bereichen sorgen für einen niedrigen Energiebedarf. Ein gemeinsames Heizsystem mit einem modernen Niedertemperaturkessel liefert uns die für die Heizung und das Warmwasser notwendige Restwärme. Eine Photovoltaikanlage vermindert den notwendigen Strombedarf. Unsere übrige elektrische Energie wird zu 100% regenerativ erzeugt.
Wortwörtlich nehmen wir das Ziel, gemeinsam ökologisch zu handeln. Wenn der Fahrer unserer Demeter-Bäckerei das Brot in die Läden liefert, bringt er auf dem selben Weg gleich den Kuchen vom Konditor mit.
Honoriert wurde uns die gemeinsame Initiative zum ökologischen Wirtschaften z.T. durch Mittel aus dem Umwelt-Förder-Programm (UFP II).
Die folgende Auflistung gibt einen Einblick unseres ökologischen Bemühens und daraus resultierende Auszeichnungen:
- 1994 Öko-Audit-Zertifikat als erstes Unternehmen der Lebensmittelbranche in Europa (unter der Nummer DE-S-107-00001).
- 1995 Verleihung des Berliner Solarpreises (Bereich Integration solarer Anwendungen im Produktionsprozess) durch den Senator Dr. Volker Hassemer für Stadtentwicklung und Umweltschutz.
- 1995 Eintragung des Umweltmanagements ins IHK-Standortregister.
- 1996 Verleihung des eta-Wettbewerbspreises für Strom & Innovation durch die Bewag.
- 1996/97 Auszeichnung für umweltbewusste Unternehmensführung durch die ASU (Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V.).
- 1997 Verleihung des Berliner Umweltpreises durch Senator Peter Strieder von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie.
- 2000 Teilnahme als weltweites Projekt der EXPO 2000 in Deutschland.
- 2003 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Band für Geschäftsführer Joachim Weckmann.
- 2007 Verleihung des Innovationspreises Bio-Lebensmittel-Verarbeitung (1. Preis Mittelstand) der Schweisfurth-Stiftung in Kooperation mit der Koelnmesse.
- Bis heute Auszeichnungen mit vielen goldenen und silbernen Preisen für die Brotqualität durch die DLG und dem Demeter-Verband.
Beziehungsreich und transparent
Wachstum hat für uns viele Dimensionen und auch mit persönlicher
Reifung zu tun. Zu den Erzeugern und Händlern pflegen wir gute und
langjährige Beziehungen. Durch Transparenz aller Abläufe im
Wachstums- und Herstellungsprozess bemühen wir uns um das Vertrauen
des Verbrauchers. Besucher sind auf den Höfen unserer Lieferanten
ebenso willkommen wie in unserer Backstube.
Mit dem Zusammenschluss von Erzeugern, Händlern, Verarbeitern und
Verbrauchern im FöL (Förderung ökologischer Landbau in Berlin/Brandenburg)
hat der Wunsch, sich gegenseitig zu befruchten, eine Form bekommen.
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