Unsere Osttiroler Steinmühlen

Anlieferung eines neuen Mühlsteins.
Anlieferung eines neuen Mühlsteins.

MÄRKISCHES LANDBROT mahlt 90 Prozent des verarbeiteten Getreides selbst. Qualität und eine behutsame Behandlung des Korns stehen dabei im Vordergrund.
Das Getreide wird direkt vom Landwirt zu uns transportiert. Nach einer Kontrolle der Getreidefeuchtigkeit und einer Sichtkontrolle auf Verunreinigungen – Getreideanalysen des Instituts für Getreideverarbeitung GmbH (IGV) liegen uns bereits im Vorfeld vor – wird das Korn in unsere Silos geblasen.
Vor dem Mahlen wird das Getreide sorgfältig gereinigt. Es werden Fremdbestandteile wie Steine, Unkrautsamen und Erdklumpen entfernt. Das Getreide durchläuft verschiedene Reinigungsstufen, wie den Intensivreiniger, den Steinausleser, Siebe und Triöre. Mehrere im System integrierte Magnete sorgen dafür, dass keine Metallteile in das Mehl gelangen können.
Der Müller von MÄRKISCHES LANDBROT mahlt täglich frisch. Er beginnt gegen 5:00 Uhr morgens und ist mittags – wenn die Bäcker kommen – fertig. Licht- und sauerstoffempfindliche Inhaltsstoffe bleiben durch die Vermeidung langer Lagerzeiten erhalten.
Der Mahlplan – eine im Mühlencomputer hinterlegte Liste der zu mahlenden Getreidesorten und -mengen – sorgt dafür, dass die unterschiedlichen Sorten nacheinander mit den vorgegebenen Feinheitsgraden gemahlen werden. Die einzelnen Anlagenparameter ändern sich automatisch ebenfalls computergesteuert. Per Computer werden auch Warnmeldungen für unseren Müller herausgegeben, die ihn auf volle Besatzbehälter, leere Silos oder andere Aufgaben hinweisen.
Die Körner werden vor dem eigentlichen Mahlen zunächst in Walzenstühlen vorgebrochen. Das führt dazu, dass die Mühle weniger mechanische Arbeit verrichten muss und weniger Wärme zwischen den Mühlsteinen entsteht. So können temperaturempfindliche Inhaltsstoffe wie die Vitamine weiter erhalten bleiben.

Osttiroler Getreidemühlen bei MÄRKISCHES LANDBROT
Osttiroler Getreidemühlen bei MÄRKISCHES LANDBROT

Osttiroler Steinmühlen, wie MÄRKISCHES LANDBROT sie nutzt, sind bekannt für ihre traditionelle Arbeitsweise. Dabei liegt in der Holzkonstruktion der Mühle ein sich nicht drehender Stein, der sogenannte Steher. Auf diesem dreht sich ein »hängend« gelagerter Stein, der sogenannte Läufer. Das vorgebrochene Getreide wird durch die Drehung in den speziell gehauenen Rillen im Stein – die in Fließrichtung immer dünner werden – von innen nach außen getragen. Das feine Mehl fällt am äußeren Rand der Mühlsteine heraus, wird abgesaugt und in die für die verschiedenen Getreidesorten bereit stehenden Tagessilos transportiert.
Die langsame Drehung der Mühlsteine – mit Durchmessern zwischen 1,2 und 1,6 Metern – sorgt auch im Produktionsalltag von MÄRKISCHES LANDBROT für geringe Verarbeitungstemperaturen und führt zu einer behutsamen Vermahlung des Getreides. So bleiben Aroma und Vitalität eines jeden Korns erhalten.
Übrigens wurde die Mühlenanlage im Laufe der Zeit in mehreren Schritten umgebaut, um sie an den anspruchsvollen Produktionsalltag von MÄRKISCHES LANDBROT anzupassen.
Der bei der Reinigung und beim Vermahlen anfallende Getreide- und Mehlstaub wird direkt an den Entstehungsstellen abgesaugt, gesammelt und auf Demeter-Bauernhöfen verfüttert.
Die Mühlen von MÄRKISCHES LANDBOT vermahlen jährlich ca. 1.700 Tonnen Getreide zu Vollkornmehl.

Übrigens ist MÄRKISCHES LANDBOT auch Mitglied der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V..